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Wenn der Herbst auf den Blüemlisberg zieht.

09. September 2026

Irgendwann ist er plötzlich da.

Noch vor wenigen Wochen schienen die Sommertage endlos. Die Tiere standen auf den grünen Weiden, überall wurde geheuet, gearbeitet und gewerkelt – und auf dem Blüemlisberg war von früh bis spät etwas los.

Und dann verändert sich etwas.

Am Morgen ist die Luft plötzlich kühler. Über den Weiden liegt Nebel, das Gras ist nass vom Tau und am Abend verschwindet die Sonne jeden Tag ein kleines bisschen früher hinter den Bergen.

Der Herbst zieht auf den Blüemlisberg. 🍂

Die Natur schaltet einen Gang zurück

Auf rund 1'200 Metern merkt man ziemlich schnell, wenn der Sommer langsam Abschied nimmt.

Die satten Grüntöne verändern sich. Die ersten Blätter färben sich, die Luft wird klarer und an manchen Morgen braucht es nicht mehr viel Fantasie, um zu ahnen, dass der Winter hier oben gar nicht mehr so weit entfernt ist.

Auch unsere Tiere merken den Wechsel.

Das Fell wird dichter, die Tage auf der Weide werden langsam kürzer und aus den kleinen Kälbern des Frühlings sind über den Sommer schon richtige kleine Persönlichkeiten geworden.

Bei den Ziegen herrscht natürlich weiterhin die feste Überzeugung, dass jede Jahreszeit hauptsächlich dazu da ist, irgendwo etwas zu entdecken, das eigentlich nicht für Ziegen gedacht war. 🐐😄

Auf dem Hof beginnt eine andere Zeit

Mit dem Herbst verändert sich auch unsere Arbeit.

Der Sommer auf einem Bergbetrieb ist laut, schnell und manchmal ziemlich wild. Es gibt immer irgendwo etwas zu tun, die Tage sind lang und häufig fragt man sich am Abend, wo eigentlich die letzten zwölf Stunden geblieben sind.

Im Herbst wird es langsam anders.

Nicht unbedingt weniger Arbeit – diese Illusion haben wir längst aufgegeben. 😄

Aber andere Arbeit.

Es wird aufgeräumt, vorbereitet und geplant. Wir denken langsam an die kommenden Wintermonate, während gleichzeitig noch möglichst viele schöne Herbsttage draussen genutzt werden.

Und irgendwo zwischen Stall, Weide und Hofstübli entstehen natürlich schon wieder die nächsten Ideen.

Davon haben wir hier bekanntlich nie besonders wenige. ❤️

Jetzt wird es wieder gemütlich

Auch im Hofstübli verändert sich die Jahreszeit.

Nach kalten Händen schmeckt ein heisser Kaffee plötzlich wieder ein bisschen besser. Die Lust auf etwas Warmes wächst – und Kuchen, Marroni, Raclette und all die anderen Herbstsachen fühlen sich auf einmal wieder genau richtig an.

Draussen kann der Nebel über den Berg ziehen.

Drinnen wird es gemütlich. ❤️

Und genau diese Gegensätze machen den Herbst auf dem Blüemlisberg für uns so besonders.

Die klare Bergluft.
Nasse Schuhe.
Warme Ställe.
Tiere mit immer flauschigerem Fell.
Der erste richtig kalte Morgen.
Und dieses besondere Licht, wenn die Herbstsonne doch noch einmal über die Weiden kommt.

Ein Sommer geht – und etwas Neues beginnt

Ein bisschen Wehmut gehört trotzdem dazu.

Der Sommer war voller Leben. Wir haben gearbeitet, gefeiert, neue Tiere willkommen geheissen, kleine und grosse Geschichten erlebt und unzählige Stunden draussen verbracht.

Jetzt wird es langsam ruhiger auf dem Berg.

Aber genau darin liegt auch etwas Schönes.

Denn jede Jahreszeit bringt auf dem Blüemlisberg ihre eigenen Geschichten mit sich.

Und während wir dem Sommer langsam Tschüss sagen, freuen wir uns auf alles, was der Herbst mitbringt.

Auf goldene Tage.
Auf gemütliche Stunden im Hofstübli.
Auf unsere Tiere im dicken Herbstfell.
Auf neue Projekte.

Und wahrscheinlich auf mindestens ein paar Dinge, die wieder ganz anders kommen werden als geplant. 😄

Willkommen, Herbst. 🍂❤️
Wir sind gespannt, welche Geschichten du uns bringst.

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